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Heftiger Widerstand gegen Marina-Pläne

Mittwoch, 27 August 2008
15:10 Uhr

Jahrzehntelang ist der Zustand in der Marina Wendtorf in der Kritik. Endlich erschien im Januar mit dem Verkauf des 16 Hektar großen Areals durch die Marina Wendtorf KG so etwas wie ein Silberstreifen am Horizont. Als Investor Sven Hollesen vom Vorstand der dänischen Planetgruppe, der das Gelände vom Schönberger Immobilienkaufmann Dr. Dieter Kopplin erworben hatte, seine Pläne für ein Luxusferiendorf erläuterte, war für Bürgermeister Otto Steffen klar: Jetzt geht es aufwärts, ein "Glücksfall" für die Region.


Geschrieben von Astrid Schmidt 
Quelle:  http://www.probsteier-herold.de/wendtorf/

  Günter Bewing appelliert an die Interessenvertreter, die Pläne als Chance für die Marina zu betrachten und wirft ihnen Schwarzmalerei vor. Foto: Schmidt

Günter Bewing appelliert an die Interessenvertreter, die Pläne als Chance für die Marina zu betrachten und wirft ihnen Schwarzmalerei vor. Foto: Schmidt

Doch einige sehen das anders, es regt sich Widerstand gegen das 45-Millionen-Euro-Projekt. Die Eigentümer der vorhandenen Wohnungen befürchten Nachteile und haben sich zu einer Interessengemeinschaft zusammen geschlossen und lassen keine Zweifel daran: "Wir werden uns zur Wehr setzen, wenn nötig bis zum Normenkontrollverfahren."


Gut 200 Menschen waren der Einladung nach Stein in das "Haus des Kurgastes" gefolgt und wollten hören, was die selbst ernannten Interessenvertreter zu sagen hätten. Jürgen Kestien, Peter Sturost und Harald Koppelwieser hatten die Initiative ergriffen, Informationen über Verfahren und rechtliche Möglichkeiten einer Gegenwehr zusammen getragen.


Das im April vorgestellte Konzept für ein Luxusferiendorf in Marina Wendtorf war zunächst auf offene Ohren gestoßen, denn alle waren sich einig: Der marode Zustand vieler Anlagen auf der Marina muss ein Ende haben. Doch diese Veränderungen sehen die Eigentümer der rund 600 bestehenden Wohnungen nun als einen erheblichen Nachteil für den Wert ihrer Immobilie als auch für den eigenen Wohnwert.


"Wir fühlen uns von diesen Plänen völlig überrumpelt. Als wir unsere Wohnungen gekauft haben, hat der Bürgermeister uns versichert, dass vor dem Deich nicht gebaut wird. Selbst auf der Eigentümerversammlung hat man uns nicht informiert", erklärte Kestien. Massiver Kritikpunkt: die Vordeichbebauung. Denn entstehen sollen vor dem Deich bis zu viergeschossige Luxusvillen. Als "Gigantomanie" bezeichnete Kestien den Umfang der geplanten Bebauung und forderte die ebenfalls anwesenden Ortspolitiker und Bürgermeister Otto Steffen auf, die Pläne zu überdenken.

 

"Wendtorf ist ein Dorf und hat seine Stärken in der Natur", so Kestien. Er fürchte angesichts der millionenschweren Versprechungen Investruinen wie in Surendorf und stellte die Frage nach dem Naturschutz angesichts einer "Ansammlung von Kaminschornsteinen" und einer "Verkehrsverdichtung".

 

Doch nicht alle im Saal malten die Zukunft der Marina in so düsteren Farben. Beispielsweise Günter Bewing brach eine Lanze für Bürgermeister Otto Steffen, der "seit Jahrzehnten versucht, die Marina voranzubringen". Auch andere im Saal forderten die Interessenvertreter auf, erneut das Gespräch mit dem Investor zu suchen und ein Abspecken der Pläne zu erreichen. Auch die von Kestien bezifferten Anteile für die der Interessengemeinschaft ins Haus stehenden Anwaltskosten "zwischen 300 und 400 Euro für den Einzelnen" lösten gemischte Gefühle aus. "Wir brauchen doch zunächst fundierte Informationen", sagte Inge Hertag aus Kiel. Auch ein "Boykott der Zweiwohnungssteuer der Wohnungseigentümer" verhallte im Saal.


Zum Stand des Verfahrens erläuterte Amtsdirektor Sönke Körber auf Nachfrage aus dem Saal, dass derzeit noch abschließende Untersuchungen sowie das von der Landesplanung geforderte Nutzungs- und Betreiberkonzept ausstehen. Das bisher vorliegende Konzept, so seine Bestätigung, sei im Wesentlichen nach wie vor Grundlage für den Entwurf des geänderten Bebauungsplanes, den die Ortspolitiker im September beschließen wollen.
Die Interessengemeinschaft zeigte sich "zufrieden" mit der Veranstaltung. Eine so große Resonanz habe man nicht erwartet. "Wir haben genug Geld zusammen, um uns anwaltlich beraten zu lassen", sagte Kestien auf Nachfrage.

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